BÜLENT ÖZDIL

Geächtet

In die Rolle vom unanständig teuren Hemden tragenden Anwalt Amir Kapoor schlüpft Bülent Özdil und avanciert (einmal mehr) zum heimlichen Star des Abends. Er lebt seinen Amir mit so viel Authentizität, unterdrücktem Ressentiment und Emotionen, dass die zwangsweise irgendwann überkochen müssen. Dass ihm das dann sogar mehrmals gelingt und er mit Tränen in den nunmehr roten Augen sichtlich um Fassung kämpft, ist eine bemerkenswerte Leistung, die unter die Haut geht.Diese innerliche Zerrissenheit des assimilierten Erfolgsmenschen, der dem Zerfall seiner mühsam konstruierten amerikanischen Identität hilflos zusehen muss, ist faszinierend zu beobachten. Und jetzt geschieht Bemerkenswertes: Bülent Özdil legt seinen Amir so ambivalent an, dass er selbst nach dem unausweichlichen Gewaltrausch noch sympathische Züge trägt.

(What i saw from the cheapseats by Veronika)

 

(...)Bülent Özdil überzeugt als völlig assimilierter, von sich überzeugter Anwalt ebenso wie als bemitleidenswertes, aus Scham und Selbsthass heulendes Bündel Elend, wenn seine mühsam aufgebaute Fassade zusammenbricht.(...)   (Dorfzeitung, Elisabeth Pichler)

 

 

(...)Brillant, Bülent Özdil(...)   (Krone)

 

Niemand

(...)Grausam und aggressiv hingegen Gildas Zuhälter Wladimir (maliziös Bülent Özdil) (...)

(What i saw from the cheapseats by Veronika)

 

Emilia Galotti

 

 

(...)sobald sich Höfling Marinelli (Bülent Özdil) ins Geschehen einmischt, wird EMILIA GALOTTI phasenweise zur One-Man-Show. Vermutlich liegt das auch an dem Glück, das die Figur in der Textstellen-Lotterie hatte; denn der intrigante Kammerherr darf mit geballtem Wortwitz und pointiertem Sarkusmus nur so um sich werfen. Bülent Özdil greift diese  Chance freudig auf und liefert sich mit seinen Gegenübern nicht nur humorige Wortduelle, sondern serviert seine Argumente und Intrigen mit entsprechend amüsanter Gestik, deren unterschiedliche Masken er je nach Fasson auch im Sekundentakt zu wechseln vermag. Das janusgesichtige Wesen Marinellis beherrscht er mit Bravour und führt gut gelaunt in den Untergang. (...)

 

(What i saw from the cheapseats, by Veronika)

 

 

(...)Sehr männlich geht’s zu zwischen Prinz (Simon Jaritz) und Marinelli (Bülent Özdil). Der ist eben nicht Kammerdiener, sondern längst Kammerherr. Der Beaumarchais'sche Figaro ist gegen Lessings Marinelli ein Waisenknabe. Marinelli hat – scheinbar immer ganz im Interesse seines Dienstgebers – stets fatale Vorschläge und Handlungsstrategien parat. Die Dialoge sind messerscharf und der Graf findet sich immer argumentativ im Notstand. (...)    (Drehpunktkultur, Reinhard Kriechbaum)

 

Frau Müller muss weg

(...)Wunderbar ironische Kommentare, von Bülent Özdil lapidar gestreut, ziehen den Zorn der Frau auf sich, und kochen im Laufe des Abends über. (...) (What i saw from the Cheapseats, by Veronika)

 

Susanne Wende (als hoch engagierte Frau Müller), Bülent Özdil und Ute Hamm (als kontroversielles Ehepaar Jeskow) und die tragigrotesken Einzelkämpfer im Elternrat Christiane Warnecke, Juliane Schwabe und Frederic Soltow: exzellent. Ein Ensemble wie aus einem Guss. (Karl Harb, Salzburger Nachrichten)

Illusionen Einer Ehe

(...)Claude (Bülent Özdil) wiederum punktet mit faszinierender Diversität. Vordergründig harmlos und leicht verschreckt, nimmt er selbst die Zügel in die Hand. Schüchtern war gestern, jetzt gibt er den Ton an. B. Özdil spielt wie A. Connor und S. Wende die unerwarteten Wendungen voll aus; gemeinsam verleihen sie der französischen Komödie ihren unvergleichlichen Charme.(...)

 

Salzburger Wochenspiegel, Veronika Zangl

 

(...)Als Dritter im Bunde überzeugt Neuzugang Bülent Özdil als armes Opfer Claude. Man sieht ihm förmlich an, dass er sein Leben nicht im Griff hat, ist er doch arbeitslos und frisch geschieden. Und nun wird er von seinem besten Freund noch einem peinlichen Verhör unterzogen. Kein Wunder, dass dem bedauernswerten Mann vor Erstaunen und Verwirrung ständig die Stimme bricht. Einfach großartig!(...)

 

Dorfzeitung, Elisabeth Pichler

 

(...)Dazu trägt auch der ambivalente Claude bei. Bülent Özdil legt Claude vordergründig harmlos an. Naiv stolpert er von einer Falle Maximes in die nächste und scheint leichte Beute für dessen abstruse Theorie. Oder ist doch etwas dran? Claude streut Spuren in alle Richtungen, die das Publikum alsbald mit dem gleichen detektivischen Wahn sammelt wie der gehörnte Gatte. Stimme und Gestus verändern sich bei Claude; vormals unsicher führt er Maxime am Gängelband und schmettert die Diskurs-Bälle seiner Tennisgegnerin gekonnt zurück übers Anspielungs-Netz.(...)

 

What I Saw From The Cheapseats, by Veronika

Spiegelblicke

Regisseurin Katrin Herchenröther kann auf ein Darstellerquartett aus den Ensemblemitgliedern Pia Seiferth und Bülent Özdil sowie den beiden Kölner Gästen setzen, dass sich über neunzig Minuten glänzend schlägt. 

Herner Sonntagsnachrichten, Pitt Herrmann

Faust

Wunderbar, wie Thurk und Özdil das ironische Gift in den Reimen zum Klingen bringen, Thurk mit den Augen klimpert, wenn er wieder jemanden aufs Glatteis führt. […] Sehr unterhaltsam, ein großer Spaß.“

Ruhr-Nachrichten, Kai-Uwe Brinkmann 

Der Prozess

Bülent Özdil in der Rolle der tragischen Figur schultert diese Dimension mit Bravour: Erst flackert sein gehetzter Blick, später lesen wir Qual, Ekel, Schaudern, Nichtbegreifen in seinem Gesicht – stummes Schreien. […] 

Ruhr Nachrichten, Kai Uwe Brinkmann

 

Bülent Özdil gibt den Franz K. , und ihm verdankt diese Inszenierung ihr Gelingen zu einem großen Teil. Wie er zwischen dem forschen Fordern eines Dreißigjährigen und der wachsenden Verzweiflung des schuldlos Beschuldigten zu jedem Zeitpunkt die richtige Balance hält, wie er, ohne zu überspielen, mit anrührender persönlicher Intensität K.s Niedergang gibt, wie er in seinem Spiel den Spannungsbogen bis zum Zusammenbruch nahtlos hält, das ist großartige, fast ein wenig unerwartete Schauspielkunst. […]“ Westfälischer Anzeiger, Rolf Pfeiffer 

Die Verwandlung

Insbesondere Zimmer und Özdil klammern, klettern, laufen, zeigen die irritierende Gefühlspalette des Verwandelten und agieren als Figurenspieler. […]“
WESTFÄLISCHER ANZEIGER, Ralf Stiftel

Mario Und Der Zauberer

Thomas Zimmer, Bülent Özdil und der herausragende Gast Gabriele Brüning werden all’ diesen Rollen, zu denen im Kollektiv auch der Taschenspieler Cipolla gehört, in staunenswerter Selbstverständlichkeit gerecht. […]
Mario und der Zauberer“ muss man gesehen haben. […]“
SONNTAGSNACHRICHTEN, Pitt Herrmann

Erbarmen

[…] Entwaffnend schwungvoll spielt Bülent Özdil den leutselig-charmanten Allrounder. […]

 

Westfälischer Anzeiger, Carmen Möller-Sendler

 

[…] Hafez El-Assad (großartig: ein wundervoll ironischer Bülent Özdil, der geradezu artistisch mit den Orient-Klischees jongliert). […]

Die Uraufführungen von dramatisierten Kriminalromanen haben am Westfälischen Landestheater Castrop-Rauxel Tradition und füllen seit vielen Jahren […] die beiden WLT-Spielstätten in der Europastadt sowie die der Abstecherorte quer durch die Republik[…]. Das war am 19. Oktober 2013 in der Castrop-Rauxeler Stadthalle nicht anders, als Sabrina Ullrichs Bearbeitung des Gruselschockers „Erbarmen“ des dänischen Bestseller-Autors Jussi Adler-Olsen heftig umjubelte Premiere der Uraufführungs-Inszenierung Lothar Maningers feierte. Mit einem herausragenden Darsteller-Trio aus Julia Gutjahr, Bülent Özdil und Guido Thurk in einer Bühne, welche die vom Autor Adler-Olsen selbst als „Dualität“ bezeichnete innere Abgründigkeit der Personen mit der äußeren Parallelhandlung im Druckkammer-Gefängnis wie im Abstellkammer-Büro verbindet. […]“
Sonntagsnachrichten, Pitt Herrmann

 Loriots Gesammelte Werke

 

[…] Sechs begnadete Komödianten […] lassen im intimen Studio des Westfälischen Landestheaters am Europaplatz in Castrop-Rauxel die Jodelschule wiederaufleben. […] Gleich zu Beginn des äußerst kurzweiligen und mit gut zwei Stunden leider entschieden zu kurzen Abends kann sich das sechsköpfige Ensemble […] in die Herzen der Zuschauer spielen. Elke König sorgt mit einer Mini-Drehbühne in ihrer abstrakt-weißen Bühne für reibungslosen Szenenwechsel: Während sich vorn gerade Julia Gutjahr und Guido Thurk vor dem kaputten Fernseher anöden, bereiten flinke WLT-Bühnenarbeiter in der Kulisse den herrlichen Skat-Sketch mit Burghard Braun, Bülent Özdil […]
Gert Becker, der für das WLT neben Loriot-Hits, die von einigen Premierengästen wortgetreu mitgeflüstert werden konnten, auch eher unbekannte Perlen wie das wortlose Solo „Die Roulade“ ausgewählt hat, ist es gelungen, selbst Zeichentrick-Figuren Leben einzuhauchen – dank eines sehr disziplinierten, auf exaktes Timing getrimmten Ensembles. […]“
Pitt Herrmann, SONNTAGSNACHRICHTEN

 

Kabale und Liebe

 
(...)Sophie Schmidt und Bülent Özdil spielen Luise und 
Ferdinand intensiv zwischen körperlichem Begehren, jugendlichem Aufbegehren und selbstmordsüchtiger 
Resignation. Diese Kabale und Liebe bieten eine klug verschlankte Fassung und finden für die Schiller-Sprache 
einen klaren direkten Ton.“  
Martin Burkert, WDR 5 Scala

Der Mann der die Welt aß

 

 

(...)Die tragische Figur ist jedoch nicht in erster Linie der demenzkranke 
Vater, sondern vielmehr sein  Sohn. (...) Bülent Özdil überzeugt als Sohn, der an seinem Leben scheitert. Glaubhaft stellt er 
die Zerissenheit und Verzweiflung, aber auch die Verschlagenheit des Charakters dar.“ 
Ulrike Dietz, WESTFÄLISCHER ANZEIGER

 

Bitte leise zum nächsten Bild

 

(...)Die Vorsprechsituation, Alptraum eines jeden Rollenaspiranten, bildete den Auftakt mit einer Szene aus " Bitte leise zum nächsten Bild" von Georg Weber, in der Bülent Özdil als nervöser Bewerber und Mirek Machnik als wohlmeinender Regisseur überzeugten. (Wiesbadener Kurier, 12.09.2005)

 

Blick zurück im Zorn

 

(...)In der Wartburg zeigen die vier jungen Schauspieler beachtliches Format, allen voran Bülent Özdil, der es bestens versteht, sich in den furiosen wie sprachlich brillanten Wutausbrüchen verbal auszutoben. (Wiesbadener Tagblatt, 04.11.2006)

 

 Eine Woche voller Samstage

 

(...)Bülent Özdil zeigt die Entkrampfung des verschüchterten, überakkuraten und vor der Zeit verbiederten Herrn Taschenbier recht anschaulich (...) (Fränkische Landeszeitung, 03.06.2008)

 

 

(...)Bülent Özdil als manchmal etwas verkorkster Junggeselle Herr Taschenbier, spielte hinreißend flott und in seiner Rolle absolut überzeugend. (Schwäbische Post, 07.06.2008)

 

 Wie es euch gefällt

 

(...)Die hervorragenden Schauspieler, in der Runde noch (...)der Höfling Le Beau (Bülent Özdil)(...)zu nennen sind, haben daran besonderen Anteil. (Hohenloher Tagblatt, 24.06.2008)

 

 Klassenfeind

 

(...)Erstaunlich, wie fein und facettenreich die sechs Akteure ihre Rollen ausdeuten. (Berner Zeitung, 27.1.2009) 
 

 A 113

 

(..)Viel Applaus für "A 113" von Bülent Özdil in der Kreativfabrik (Wiesbadener Tagblatt, 27.03.2010)

 

 

(...)Letztlich setzt der Autor also nicht kulturpessimistisch auf Weltuntergang durch Konsum, sondern aufs gute alte Prinzip Hoffnung. Sein Stück ist eine Collage aus Reflexionen und Gedanken, klugen Sätzen und Wortspielen, aus Jugendsprache und Werbesprüchen. Özdil schafft und inszeniert die eher kühle Distanz eines Lehrstücks, indem er nicht Individuen, sondern Personifizierungen auftreten lässt. Keine einfache Aufgabe für seine Schauspieler, die jeweils in mehreren Rollen engagiert und überzeugend agieren. Der jubelnde Applaus des Premierenpublikums am Schluss war verdient. (Wiesbadener Tagblatt, 27.03.2010)

 

 

Arsen und Spitzenhäubchen

 

(...)Die Inszenierung enthielt viel schwarzen Humor und Wortwitz. Dank des Schauspielerensembles, dessen Interaktion auf der Bühne hervorragend funktionierte und welches die Pointen mit viel Pepp darstellte, wurde dem Publikum eine sehr spannende und abwechslungsreiche Inszenierung geboten, die der Filmversion in nichts nachsteht. Ein Abend, der wie im Flug verging! Dafür gab es am Ende lang anhaltenden Beifall! (Christian Dick, www.nrw-depesche.de)

 

Woyzeck

 

(...)das Bülent Özdil als Tamburmajor hübsch abstoßend als Karikatur ausmalt.(Neue Westfälische, 17.12.2010)

 

 

Die Frau in Schwarz

 

(...)in einer hochspannenden Inszenierung von Reinhardt Friese, die in ihrem virtuos-pirandellesken Spiel von Schein und Sein ganz auf zwei brillante Schauspieler setzt – neben dem bereits Genannten noch Bülent Özdil. (Sonntagsnachrichten, 27.12.2010)

 

 

 

(...)Guido Thurk und Bülent Özdil spielen mit bravour. Özdil ist stimmlich hervorragend disponiert. Anspannung, Entsetzen, Panik schwingen fühlbar mit. (Ruhrnachrichten, 13.12.2010)

 

 

 

(...)Geniale Licht und-Toneffekte lassen das Publikum erschaudern, ziehen es hinein in diese Gruselgeschichte, die die Schauspieler Guido Thurk und Bülent Özdil mit Hingabe erzählen. Bülent Özdil, der wunderbar spielte, beeindruckend intonierte und somit jeglicher Emotion authentisch Ausdruck verlieh. (WAZ, 14.12.2010)

 

 

 

Der Heilige Paulus

 

 

„(…) Wie in einem Roadmovie zieht Paulus (Andreas Kunz) in einer Vierergruppe mit seiner fiktiven Schwester Persis (Julia Gutjahr), seinem flippigen Diener Titus (Roni Merza) und dem jüdischen Gelehrten Barnabas (Bülent Özdil) durch den Orient, um die von ihm verinnerlichte messianische Botschaft der Wiederkehr des auferstandenen Jesus unter die Leute zu
bringen. (…) Den Rahmen bilden die Paulus-Originaltexte, vorgetragen von Pastor Hanns Kessler vom Bremer Lehrhaus, von dem Schleinschock auch den Anstoß zu dieser Inszenierung erhielt. Organisch eingefügt in die teilweise schwierigen Texte die wunderschön mehrstimmig vorgetragenen Choräle des niederländischen Theologen Huub Oosterhuis, bei denen
Barbara Boecker und Jenny Braunschweig das Spiel-Ensemble verstärken. Eine sehenswerte Annäherung an eine der imponierendsten Gestalten des 1. Jahrhunderts.“
Michael Fritsch, RUHR NACHRICHTEN

 

 

 

 

Iphigenie auf Tauris

 

 

„(…) Darauf das Spiel um den Fluch der Götter, um archaische Riten versus Menschlichkeit. Was hier hinter visuellen Verblendungen bestaunt werden darf, ist die ziselierte Sprache unseres Dichterfürsten. Sophie Schmidt (Iphigenie), Andreas Wobig (König Thoas), Bülent Özdil (Arkas) und die oben genannten bringen sie lebendig zum Klingen.“
Kai-Uwe Brinkmann, RUHR NACHRICHTEN

 

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